| THCler beim 17. Dreiländergiro in Nauders |
|
|
|
| Geschrieben von: Friedel Meyer |
| Donnerstag, den 15. Juli 2010 um 15:43 Uhr |
|
Daran hätten sie vor Jahren noch keinen Gedanken verschwendet. Jahrelang spielten sie in der Halle auf begrenztem Spielfeld Handball und jetzt tummeln sie sich auf dem Rennrad in Gottes freier Natur. Hans-Peter Schüro und Florian zur Mühlen haben Blut geleckt. Bereits in 2009 zog es sie gemeinsam in die Berge. Sie nahmen am "Maratona dles Dolomites", dem wohl schönsten Radmarathon in Europa, teil. In diesem Jahr ging es nach Nauders, in das Dreiländereck Österreich, Schweiz und Italien. Hier fand der Radmarathon "Dreiländergiro" statt, an dem Hans-Peter bereits 2007 teilgenommen hat. Beide wählten die Strecke B, bei der auf 134 Kilometern 2.020 Höhenmeter zu bewältigen waren. Wahrlich kein "Kindergeburtstag", wie es so schön in der Radsportszene heißt. Um 06:30 Uhr fiel für rd. 3.000 Rennradsportler der Startschuss und gleich musste der Reschenpass (1.504 m) bewältigt werden. Ein noch moderater Anstieg über drei Kilometer, bei dem die Muskeln so richtig warm wurden. Nach dem Flachstück am wunderschön gelegenen Reschensee ging es dann in einer Abfahrt bis nach Schluderns ins Vinschgau, dem bekannten Obstanbaugebiet Italiens. Ab hier kamen die Radsportler auf andere Gedanken, ging es doch in den Anstieg zum Ofenpass (2.149 m) am Ende des "Val Müstair". Hans-Peter und Florian mussten spätestens hier feststellen, dass zwischen "29 km gegen den Berg" und einem Handballspiel Welten liegen. Getrennt machten sie sich auf den Weg zum 2.149 Meter hoch gelegenen Pass und genossen trotz der Hitze von 35° die wunderschöne Landschaft. Lohn der Arbeit war dann die berauschende Abfahrt durch den Nationalpark "Stilfser Joch" bis nach Zernez. Nach einer Stärkung ging es dann entlang des Inns durch das Unterengadin bis zum Grenzort Martina. Eine genussvolle Fahrt, da das Streckenprofil hier nur leicht wellig war und der Inn die Hitze etwas erträglicher machte. In Martina dann die letzte Herausforderung, der Anstieg zur Norbertshöhe (1.475 m) mit einer Durchschnittssteigung von rd. 7,3%. Oben angekommen konnten Hans-Peter und Florian dann schon das Ziel in Nauders sehen. Der letzte Kilometer war Genuss pur, vor allem die Zieldurchfahrt mit der Nennung des Namens durch einen Moderator. Eine Kuriosität erlebte Hans-Peter am Ofenpass. Da fährt ein Radler von hinten heran und klopft ihm auf die Schulter mit den Worten: "Du kommst vom THC Westerkappeln? Da kennst du doch bestimmt Friedel Meyer. Bestell ihm schöne Grüße vom Schweizer, der mit ihm schöne Tage in der Toskana verbracht hat." Hans-Peter war perplex und konnte kaum reagieren, freute sich aber über den hohen Erkennungswert des schönen THC-Trikots und dachte nur "wie klein ist doch die Welt"! |
| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 15. Juli 2010 um 17:13 Uhr |












