Eine KultveranstaltungAm letzten Samstag stand in Westerkappeln in den frühen Morgenstunden wieder der Radsport ganz groß auf dem Programm.
Vor zwei Wochen hatten 321 Radsportler/innen den Weg nach Westerkappeln gefunden, um an der 2. Austragung der Radtourenfahrt der Radsportabteilung des THC teilzunehmen. Jetzt waren es nicht ganz so viele, aber immerhin war die Radsportabteilung an einer Veranstaltung beteiligt, die schon Kult ist: „Burning Roads“

„WIR sind dein Einstieg in die Marathonszene oder dein ultimativer Härtetest, denn wir haben die passende Strecke für Dich!
WIR sind Marathon – DU bist Burning Roads“.

Mit diesem Slogan wirbt das Team um Thorsten Stening und Ralf Titzmann für einen Marathon der besonderen Art. Die Ochtruper organisieren seit Jahren den Marathon, der sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Zwei Strecken werden den Teilnehmern angeboten, die 210er-Schleife mit rd. 800 Höhenmetern und die 330er-Schleife mit über 2.700 Höhenmetern.
Der THCler Tom Heiber hat bereits mehrfach an der Veranstaltung teilgenommen und sie als Vorbereitung auf seine Langstreckentouren „Paris-Brest-Paris - PBP“ sowie „London-Edinburgh-London – LEL“ genutzt. In diesem Jahr ging er mit seiner Frau Sabine in Ochtrup an den Start, um in max. 16 Stunden die lange Strecke abzuspulen. Beide arbeiten auf ein Ziel hin, die Bewältigung Großbritanniens größter Herausforderung im Radsport, dem LEL (1.423 Km/11.128 Hm) in der Zeit vom 30.07. – 04.08..


Sabine zwischen „Begleitung und Betreuung“Von Ochtrup aus ging die Strecke über Riesenbeck mit dem Anstieg „Postdamm“ und weiteren Anstiegen rund um Ibbenbüren und Mettingen zur ersten Rast in Westerkappeln. Hier hatte sich Friedel Meyer bereiterklärt, die Sportler im Namen des THC Westerkappeln zu unterstützen, indem er die Sporthalle öffnete und den Organisatoren die Möglichkeit bot, ihre erste Verpflegungsstation aufzubauen.
Wie vorausberechnet herrschte an der Dreifachturnhalle in der Zeit von 7:45 – 08:30 Uhr Hochbetrieb. Auch Sabine und Tom kamen wie in der Marschtabelle festgelegt mit einer größeren Gruppe an. Kurze Stärkung und Smalltalk mit Friedel und weiter ging es über Bramsche, Ostercappeln, Bad Essen und Melle nach Bad Rothenfelde. Auf diesem Teilstück waren weitere 7 Anstiege zu bewältigen, bevor es eine warme Mittagsverpflegung gab.

Doch wer jetzt geglaubt hatte, nun „rollt es gemütlich zurück ins Münsterland“, der wurde eines Besseren belehrt. Auf Sabine und Tom warteten noch weitere 130 Km mit 1.000 Hm.

Über Hilter und durch den „Freden“ ging es nach Bad Iburg. Man war wieder im „Teuto“ und weitere Anstiege standen auf dem Programm.
Sabine und Tom im drittletzten Anstieg hoch zur „Grafenstraße“Ein echtes „Highlight“ war die dreifache Auffahrt nach Tecklenburg. Bei strammen 13 Prozent war der Anstieg von „Gut Stockum“ hoch zum Funkturm nach der bereits absolvierten Strecke eine echte Herausforderung. Doch zum Glück kam hier unerwartet frische Unterstützung vorbei. Friedel hatte seine Trainingseinheit so gelegt, dass er Sabine und Tom entgegenkam. Treffpunkt war der Anstieg vom „Exterheider Damm“ zur „Grafenstraße“. Ausgeruht und tatkräftig bot er der Gruppe Windschatten bis zum Saerbecker Damm, wo die letzte Verpflegungsstation aufgebaut war.
Von da ab rollte es tatsächlich zurück nach Ochtrup, zur Freude der Gruppe ohne weiteren Anstieg. Nach 330 Km und rund 2.700 Hm waren Sabine und Tom im Ziel. Alle Teilnehmer lobten die Veranstalter:
Eine tolle Veranstaltung, die man in jedem Fall für 2018 auf der Merkliste haben sollte!So sehen Sieger aus, die THCler mit Cheforganisator Thorsten Stening